Vitamin K2. Knochen- und Arteriengesundheit mit Vitamin K2 schützen

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Wissenschaftliche Quellen

Was ist Vitamin K2?

In der Natur in zwei Formen vorhanden: Vitamin K1 (Phyllochinon) in grünem Blattgemüse und Vitamin K2 (Menachinon) in Innereien, Eigelb und Milchprodukten. Kritische Komponente für die Knochen- und Herz-Kreislauf-Gesundheit. Ohne K2 ist die Calciumregulation gestört. Niedrige Spiegel sind mit einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten und Atherosklerose verbunden.

Was ist Matrix-Gla-Protein?

Matrix-GLA-Protein ist ein K2-kontrollierter Verkalkungshemmer. Kann bei Vitamin-K-Mangel den Carboxylierungsprozess nicht durchlaufen. Da nur carboxyliertes Matrix-GLA-Protein eine Verkalkung verhindert, führt ein Mangel zu arteriellen Calciumablagerungen. Menschen mit fortgeschritteneren atherosklerotischen Plaques haben reduzierte Spiegel an carboxyliertem Matrix-GLA-Protein.

Unterschiede zwischen MK-4 und MK-7?

Die Japaner erkannten schon früh die Kraft von K2 für die Knochengesundheit. Natto (fermentierte Sojabohne) ist einzigartig reich an K2. Menschen in Regionen, wo es gegessen wird, haben mehrfach höhere Blutspiegel von K2 (MK-7), begleitet von weniger Osteoporose und Knochenbrüchen. Die MK-4-Form ist ebenfalls wirksam - Studien zeigen, dass beide Formen vorteilhaft sind.

Daten zur Knochenbruchreduktion?

Klinische Studien zeigen, dass K2 erfolgreich die Häufigkeit von Knochenbrüchen reduziert. Eine zweijährige japanische Studie fand heraus, dass K2 (MK-4) die Häufigkeit von Wirbelbrüchen um 52% bei 120 Patienten mit Osteoporose reduzierte, verglichen mit Patienten, die kein K2 erhielten. So wirksam wie verschreibungspflichtige Medikamente bei der Reduktion von Knochenbrüchen.

Calcium-Paradoxon?

Aufmerksame Ärzte wissen schon lange, dass Menschen mit Calciummangel in den Knochen eher überschüssiges Calcium in den Arterien haben. Die Calciumregulation ist ohne K2 gestört. Millionen nehmen Calciumergänzungsmittel für die Knochengesundheit, doch wenige erkennen, dass die Optimierung der Knochenintegrität mehr als ein einzelnes Mineral umfasst - K2 ist kritisch für die richtige Calciumplatzierung.

  • 52% Reduktion von Wirbelbrüchen mit MK-4 in 2-jähriger Osteoporose-Studie
  • Matrix-GLA-Protein-Carboxylierung verhindert arterielle Verkalkung
  • Niedriges K2 mit erhöhtem Herzkrankheitsrisiko verbunden und Atherosklerose-Risiko
  • Calciumregulation ohne K2 gestört - Paradoxon erklärt
  • Calciummangel in Knochen = Überschuss in Arterien erkannten aufmerksame Ärzte
  • MK-7 mehrfach höhere Blutspiegel in Natto-konsumierenden japanischen Regionen
  • Weniger Osteoporose und Knochenbrüche in Regionen mit hoher K2-Aufnahme
  • So wirksam wie verschreibungspflichtige Medikamente zur Reduktion von Knochenbrüchen
  • K2 (MK-4) vs Etidronat (Didronel) - ähnliche Bruchreduktion
  • 45 mg täglich Dosierung als wirksam bei postmenopausalen Frauen gezeigt
  • Carboxyliertes vs untercarboxyliertes MGP - nur carboxyliertes verhindert Verkalkung
  • Fortgeschrittene atherosklerotische Plaque zeigt reduziertes carboxyliertes Matrix-GLA-Protein
  • Bone morphogenetic protein-2 in atherosklerotischem Gewebe gefunden
  • Optimale Mengen für Knochen und Arterien von Ernährungsempfehlungen ignoriert

Vitamin K2 Knochen- und Arterien-Protokoll

Schritt 1: Das Calcium-Paradoxon verstehen

Millionen nehmen Calciumergänzungsmittel für die Knochengesundheit, doch wenige erkennen, dass die Optimierung der Knochenintegrität mehr als ein einzelnes Mineral umfasst. Aufmerksame Ärzte wissen schon lange: Menschen mit Calciummangel in den Knochen haben eher überschüssiges Calcium in den Arterien. K2 ist kritisch für die richtige Calciumplatzierung.

Schritt 2: Matrix-GLA-Protein-Aktivierung

Matrix-GLA-Protein ist ein K2-kontrollierter Verkalkungshemmer. Kann bei Vitamin-K-Mangel keine Carboxylierung durchlaufen. Nur carboxyliertes Matrix-GLA-Protein verhindert Verkalkung. Menschen mit fortgeschritteneren atherosklerotischen Plaques haben reduzierte Spiegel an carboxyliertem Matrix-GLA-Protein.

Schritt 3: K2-Form wählen - MK-4 oder MK-7

Die Japaner erkannten die Kraft von K2 für die Knochengesundheit. Natto (fermentierte Sojabohne) ist einzigartig reich an K2 (MK-7). Menschen in Regionen, wo es gegessen wird, haben mehrfach höhere Blutspiegel, weniger Osteoporose und Brüche. Die MK-4-Form ist ebenfalls in Studien als wirksam erwiesen.

Schritt 4: Bruchpräventions-Dosierung

Zweijährige japanische Studie: K2 (MK-4) reduzierte die Wirbelfraktur-Inzidenz um 52% bei 120 Osteoporose-Patienten. Studien verwendeten 45 mg täglich bei postmenopausalen Frauen. So wirksam wie verschreibungspflichtige Medikamente wie Etidronat zur Reduktion von Knochenbrüchen.

Schritt 5: Herz-Kreislauf-Schutz

Niedrige K2-Spiegel sind mit erhöhtem Herzkrankheits- und Atherosklerose-Risiko verbunden. Ohne K2 ist die Calciumregulation gestört. K2 verhindert Calciumablagerungen in Arterien und unterstützt die richtige Calciumplatzierung in Knochen.

Schritt 6: Nahrungsquellen

K2 (Menachinon) findet sich in Innereien, Eigelb, Milchprodukten. MK-7 ist besonders reichlich in Natto vorhanden. K1 (Phyllochinon) in Blattgemüse hat eine andere Rolle als K2 - beide sind wichtig, haben aber verschiedene Funktionen.

  • Osteoporose (ICD-10: M81.0 - Altersbedingte Osteoporose)
  • Wirbelbruchrisiko (M80.08 - Osteoporose mit pathologischer Fraktur)
  • Postmenopausale Frauen mit Bruchrisiko
  • Atherosklerose (I25.10 - Atherosklerotische Herzkrankheit)
  • Arterielle Verkalkung (I70.9 - Atherosklerose)
  • Einnahme von Calciumergänzungsmitteln ohne K2
  • Niedriges carboxyliertes Matrix-GLA-Protein
  • Fortgeschrittene atherosklerotische Plaque
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungs-Prävention (Z82.49 - Familienanamnese)
  • Knochengesundheits-Optimierung über Calcium allein hinaus
  • Warfarin/Antikoagulanzien-Therapie (K2 interferiert)
  • Vitamin-K-Überempfindlichkeit
  • Blutungsstörungen ohne Überwachung
  • Schwangerschaft/Stillzeit ohne ärztliche Anleitung

Diätetisches Menachinon und Herzkrankheit: Die diätetische Aufnahme von Menachinon (Vitamin K2) ist mit einem reduzierten Risiko für koronare Herzkrankheit verbunden. Neuere Forschung zeigte, dass ohne Vitamin K2 die Calciumregulation gestört ist. Niedrige K2-Spiegel sind mit erhöhtem Risiko für Herzkrankheit und Atherosklerose verbunden.

Zitat: Geleijnse JM, Vermeer C, Grobbee DE, et al. Dietary intake of menaquinone is associated with a reduced risk of coronary heart disease: the Rotterdam Study. J Nutr. 2004 Nov;134(11):3100-5.

Bone Morphogenetic Protein in atherosklerotischen Läsionen: Forscher gehörten zu den ersten, die diese merkwürdige Verbindung entschlüsselten, indem sie erfolgreich ein Protein in menschlichem atherosklerotischem Gewebe identifizierten, von dem zuvor geglaubt wurde, es befinde sich nur in Knochengewebe. Dieses Protein, genannt Bone morphogenetic protein-2, spielt eine wichtige Rolle bei der Knochenbildung. Die Entdeckung erklärte das Paradoxon von Calciummangel in Knochen bei gleichzeitigem Calciumüberschuss in Arterien.

Zitat: Bostrom K, Watson KE, Horn S, et al. Bone morphogenetic protein expression in human atherosclerotic lesions. J Clin Invest. 1993 Apr;91(4):1800-9.

Mechanismen vaskulärer Verkalkung: Mechanismen vaskulärer Verkalkung und klinische Auswirkungen dokumentiert. Calcium wird in Arterien abgelagert, weil Matrix-GLA-Protein, welches ein Verkalkungshemmer und K2-kontrolliert ist, bei Vitamin-K-Mangel den Carboxylierungsprozess nicht durchlaufen kann.

Zitat: Abedin M, Tintut Y, Demer LL. Vascular calcification: mechanisms and clinical ramifications. Arterioscler Thromb Vasc Biol. 2004 Jul;24(7):1161-70.

Matrix-Gla-Protein als Verkalkungsmarker: Menschen mit fortgeschritteneren atherosklerotischen Plaques haben reduzierte Spiegel an carboxyliertem Matrix-GLA-Protein, einem Vitamin-K-abhängigen Protein. Neuartige konformationsspezifische Antikörper entwickelt: untercarboxyliertes Matrix-Gla-Protein dient als Marker für vaskuläre Verkalkung. Nur die carboxylierte Form verhindert Verkalkung.

Zitat: Schurgers LJ, Teunissen KJ, Knapen MH, et al. Novel conformation-specific antibodies against matrix gamma-carboxyglutamic acid (Gla) protein: undercarboxylated matrix Gla protein as marker for vascular calcification. Arterioscler Thromb Vasc Biol. 2005 Aug;25(8):1629-33.

Japanisches Natto und K2-Blutspiegel: Die Japaner erkannten schon früh die Kraft von Vitamin K2 für die Knochengesundheit. Japanisches fermentiertes Sojabohnen-Nahrungsmittel (Natto) als Hauptdeterminante des großen geografischen Unterschieds in zirkulierenden Vitamin-K2-Spiegeln. Menschen in Regionen, wo Natto gegessen wird, haben mehrfach höhere Blutspiegel von Vitamin K2 (MK-7), begleitet von weniger Osteoporose und Knochenbrüchen.

Zitat: Kaneki M, Hodges SJ, Hosoi T, et al. Japanese fermented soybean food as the major determinant of the large geographic difference in circulating levels of vitamin K2: possible implications for hip-fracture risk. Nutrition. 2001 Apr;17(4):315-21.

52% Wirbelbruch-Reduktion: Klinische Studien zeigen, dass K2 erfolgreich die Häufigkeit von Knochenbrüchen reduziert. Vitamin K2 (Menatetrenon) verhindert wirksam Brüche und erhält die lumbale Knochenmineraldichte bei Osteoporose. Eine zweijährige japanische Studie fand heraus, dass Vitamin K2 (MK-4) die Häufigkeit von Wirbelbrüchen um 52% bei 120 Patienten mit Osteoporose reduzierte, verglichen mit Patienten, die kein K2 erhielten.

Zitat: Shiraki M, Shiraki Y, Aoki C, Miura M. Vitamin K2 (menatetrenone) effectively prevents fractures and sustains lumbar bone mineral density in osteoporosis. J Bone Miner Res. 2000 Mar;15(3):515-21.

Kombinierte Behandlung mit Bisphosphonat: Kombinierte Behandlung mit Vitamin K2 und Bisphosphonat bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose zeigt verstärkte Effekte. Wirkungen von Vitamin K2 auf Osteoporose in mehreren umfassenden Studien dokumentiert.

Zitate: Iwamoto J, Takeda T, Ichimura S. Combined treatment with vitamin K2 and bisphosphonate in postmenopausal women with osteoporosis. Yonsei Med J. 2003 Oct 30;44(5):751-6. | Iwamoto J, Takeda T, Sato Y. Effects of vitamin K2 on osteoporosis. Curr Pharm Des. 2004;10(21):2557-76.

Matrix-Gla-Protein-Gen-Knockout-Studien: Spontane Verkalkung von Arterien und Knorpel bei Mäusen ohne Matrix-GLA-Protein dokumentiert. Tiermodelle demonstrieren die kritische Rolle K2-abhängiger Proteine bei der Verhinderung pathologischer Verkalkung.

Zitat: Luo G, Ducy P, McKee MD, et al. Spontaneous calcification of arteries and cartilage in mice lacking matrix GLA protein. Nature. 1997 Mar 6;386(6620):78-81.

Warfarin und Frakturrisiko: Risiko osteoporotischer Frakturen bei älteren Patienten unter Warfarin-Therapie demonstriert. Ergebnisse nationaler Studie zeigen, dass Vitamin-K-Antagonisten die Knochengesundheit beeinträchtigen und unterstreichen die Wichtigkeit ausreichender K2-Versorgung für diejenigen, die keine Antikoagulanzien nehmen.

Zitat: Gage BF, Birman-Deych E, Radford MJ, Nilasena DS, Binder EF. Risk of osteoporotic fracture in elderly patients taking warfarin: results from the National Registry of Atrial Fibrillation 2. Arch Intern Med. 2006 Jan 23;166(2):241-6.